So geotagst du deine Fotos

Diese Anleitung führt dich Schritt für Schritt durch die Nutzung von Geotag Editor, um Standort- und Datums-Metadaten zu deinen Fotos hinzuzufügen. Egal ob du gescannte Filmnegative bearbeitest, Zeitstempel digitaler Fotos korrigierst oder Bilder für Google Photos vorbereitest — die folgenden Schritte decken alles Wichtige ab.

Schritt 1: Fotos hochladen

Nach dem Hochladen erscheinen Vorschaubilder in der Bildraster-Ansicht. Einzelne Fotos kannst du über das X-Symbol an jeder Vorschau entfernen.

Öffne Geotag Editor und ziehe deine Fotos in den Upload-Bereich oder klicke, um zu durchsuchen. Du kannst mehrere Bilder gleichzeitig hochladen — JPEG, PNG und TIFF werden alle unterstützt. Deine Fotos bleiben auf deinem Gerät; nichts wird auf einen Server hochgeladen.

Schritt 2: Standort festlegen

Sobald du mindestens ein Foto hochgeladen hast, erscheint die Steuerleiste an der Seite. Du hast zwei Möglichkeiten, den GPS-Standort zu setzen:

  • Auf die Karte klicken — zoome und navigiere zum Aufnahmeort und klicke, um eine Markierung zu setzen.
  • Koordinaten eingeben — tippe Dezimalkoordinaten (z. B. „48.8566, 2.3522“) oder das DMS-Format ins Standortfeld ein.

Du kannst auch über die Suchschaltfläche oberhalb der Karte nach einer Adresse suchen. Alle hochgeladenen Fotos erhalten dieselben GPS-Koordinaten.

Schritt 3: Datum & Uhrzeit setzen

Wähle das Datum und die Uhrzeit, zu der das erste Foto aufgenommen wurde. Stelle die richtige Zeitzone aus dem Dropdown ein — das ist besonders wichtig für Reisefotos aus einer anderen Zeitzone als deinem Heimatort.

Wenn du das in den EXIF-Daten bereits vorhandene Datum jedes Fotos behalten möchtest, schalte den Schalter „Original behalten“ um — dann wird nur der GPS-Standort geändert.

Schritt 4: Stapelverarbeitung mit Zeitintervallen

Sobald du mehr als ein Foto hochlädst, erscheint ein Intervallwähler. Damit legst du den zeitlichen Abstand zwischen aufeinanderfolgenden Fotos fest. Beispiel: Setzt du das Datum des ersten Fotos auf 14:00 und das Intervall auf 60 Sekunden, ist das zweite Foto bei 14:01, das dritte bei 14:02 und so weiter.

Das Standardintervall beträgt 60 Sekunden. Du kannst die Einheit für größere Abstände auf Minuten umstellen oder das Intervall auf null setzen, wenn alle Fotos denselben Zeitstempel haben sollen.

Schritt 5: Herunterladen

Klicke auf den Download-Button, sobald du einen Standort (und optional ein Datum) festgelegt hast. Bei einem einzelnen Foto lädt der Browser die verarbeitete Datei direkt herunter. Bei mehreren Fotos erhältst du ein ZIP-Archiv mit allen verarbeiteten Bildern.

Der Download-Dialog zeigt den Fortschritt und meldet Erfolg oder Fehler. Wenn etwas schiefgeht, kannst du den Dialog schließen und es erneut versuchen, ohne die Fotos noch einmal hochzuladen.

Geotagging für Analogfotografen

Filmkameras erfassen keine GPS- oder Datums-Metadaten. Nach dem Scannen deiner Negative oder Abzüge enthalten die Bilddateien keinerlei Standort- oder Zeitstempel-Informationen. Das bedeutet, dass Google Photos, Apple Photos und andere Galerie-Apps sie nicht korrekt einordnen können.

Mit Geotag Editor kannst du einer ganzen Filmrolle von Scans Standort und ungefähres Datum in Sekunden im Stapel hinzufügen. Lade die Scans hoch, wähle den Standort auf der Karte, lege das Datum fest und lade die Dateien herunter. Beim Import in eine beliebige Foto-App erscheinen die Fotos dann mit dem richtigen Ort und Datum.

Fotos in Google Photos organisieren

Google Photos verwendet EXIF-Metadaten, um Fotos nach Datum zu sortieren und auf der Karte anzuzeigen. Fehlen diese Daten, erscheinen deine Fotos außer der Reihe oder ohne Standortnadel. Lade deine Fotos nach der Bearbeitung mit Geotag Editor erneut bei Google Photos hoch, dann werden sie korrekt auf Zeitleiste und Karte platziert.

Dasselbe gilt für Apple Photos, Amazon Photos und andere Dienste, die EXIF-Daten lesen. Korrekte Metadaten machen deine Fotobibliothek durchsuchbar und gut organisiert.

EXIF-Metadaten verstehen

EXIF (Exchangeable Image File Format) ist ein Standard zum Speichern von Metadaten innerhalb von Bilddateien. Häufige EXIF-Felder sind:

  • GPS-Breitengrad und -Längengrad — die geografischen Koordinaten des Aufnahmeorts
  • DateTimeOriginal — Zeitpunkt der Aufnahme
  • OffsetTimeOriginal — Zeitzonen-Versatz zum Aufnahmezeitpunkt
  • Kamera-Hersteller & -Modell — verwendetes Gerät (wird von diesem Tool nicht geändert)

Geotag Editor liest und schreibt GPS- und Datum/Uhrzeit-Felder. Alle anderen EXIF-Tags bleiben unverändert.

Tipps für HEIC- und iPhone-Fotos

iPhones speichern Fotos standardmäßig im HEIC-Format. Geotag Editor wandelt HEIC-Dateien für die Verarbeitung in JPEG um. Lade einfach deine HEIC-Dateien hoch — die Konvertierung erfolgt automatisch.

Tipps für Drohnenfotos

Manche Drohnenmodelle erfassen GPS-Koordinaten mit geringer Genauigkeit oder in einem nicht standardisierten Format. Wenn deine Drohnenfotos in Google Photos am falschen Ort erscheinen, kannst du die Koordinaten mit Geotag Editor korrigieren, indem du den genauen Punkt auf der Karte markierst.

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